Mahdgutübertragung
20. August 2026

Was auf den ersten Blick wie frisch gemähtes Gras aussieht, ist in Wirklichkeit ein wertvoller Schatz im Naturschutz. Im Mahdgut einer artenreichen Wiese stecken unzählige Samen heimischer Pflanzen, die bei einer Mahdgutübertragung genutzt werden, um den Grundstein für einen neuen wertvollen Lebensraum zu legen.
Nachdem das Mahdgut von der artenreichen Spenderfläche aufgeladen wurde, wird es auf die zuvor vorbereitete Empfängerfläche gebracht, dort fein verteilt und anschließend angewalzt. Mit etwas Geduld sind bald die ersten Keimlinge auf der neuen Wiese zu finden. Allerdings werden bei dieser Methode nicht nur Samen übertragen, sondern auch Insekten und andere Organismen finden so den Weg in ihren neuen Lebensraum.
Die Mahdgutübertragung kann mit einer vorangegangenen Aussaat von Druschgut oder Regio-Saatgut kombiniert werden, um ein breiteres Artenspektrum zu erreichen.
Voraussetzungen für eine Mahdgutübertragung:
- Geeignete, möglichst artenreiche Spenderflächen sind vorhanden
- Spenderflächen und Empfängerflächen liegen nah beieinander
- Mahdgutgewinnung und Ausbringung müssen zum Zeitpunkt der Samenreife der Spenderflächen erfolgen und daher gut aufeinander abgestimmt sein
- Die Wiesenbewirtschafter müssen bereit sein, bei der Spenderwiese auf die Futtergewinnung zu verzichten. Ein wirtschaftlicher Verlust kann durch eine Entschädigungszahlung ausgeglichen werden.
Sollten Sie Fragen zu diesem spannenden Thema haben oder selbst eine Fläche besitzen, die für diese Form der Aufwertung infrage käme, melden Sie sich gerne bei Leonie Holthaus.









