Ein Zuhause für Fledermäuse
2. November 2026

Wenn die Tage kürzer werden und das Nahrungsangebot an Insekten abnimmt, ziehen sich Fledermäuse in ihre Winterquartiere zurück. Ab November schalten die Tiere in den Energiesparmodus und verbringen die kalte Jahreszeit an geschützten Orten. In Schleswig-Holstein sind dies beispielsweise die Höhlen in Bad Segeberg, aber auch Baumhöhlen oder eigens angelegte Kunsthöhlen.
Während des Winterschlafs wird der Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert. So sinkt die Herzfrequenz von bis zu 600 Schlägen auf etwa 10 Schläge pro Minute. In dieser Zeit leben Fledermäuse ausschließlich von ihren Fettreserven. Damit diese bis zum Frühjahr reichen, dürfen die Tiere nicht gestört werden. Jede unnötige Aufwachphase kostet wertvolle Energie und kann ihr Überleben gefährden.
Allerdings unterbrechen Fledermäuse ihren Winterschlaf regelmäßig für kurze Zeit, um die Umgebungsbedingungen zu überprüfen. Stellt sich heraus, dass das Quartier nicht mehr geeignet ist, kann sogar ein Umzug in ein anderes Winterquartier erfolgen.
Nicht alle Fledermausarten haben die gleichen Ansprüche an Temperatur und Luftfeuchtigkeit, daher nutzen sie unterschiedliche Winterquartiere. Zwischen Mitte März und April endet der Winterschlaf, und die Tiere kehren in ihre Sommerlebensräume zurück. Dabei legen manche Arten beachtliche Strecken von mehreren hundert Kilometern zurück.
Als Lokale Aktion unterstützen wir den Schutz der Fledermäuse, indem wir die Einrichtung von Fledermauskästen als Sommerquartiere fördern. Gemeinsam mit Interessierten suchen wir geeignete Standorte an Gebäuden oder Bäumen aus. Da alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten als gefährdet gelten und auf der Roten Liste stehen, ist jede zusätzliche Quartiermöglichkeit ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz.
Haben Sie Interesse, Fledermäusen ein Zuhause zu bieten? Sprechen Sie uns gerne an.









